#48 Gefeiert und geächtet - Heinrich Zschokke über die Haitianische Revolution
Shownotes
1798 erlebten die Aarauer*innen die Helvetische Revolution. Dieses Ereignis war für Aarau und die ganze Schweiz äusserst einschneidend. Für Europa und die ganze Welt hingegen steht sie im Schatten der französischen Revolution, welche 1789-1799 fast zeitgleich stattfand. Eine global ebenfalls sehr bedeutsame Revolution aus diesem Zeitraum wird heute oft vergessen: Die Haitianische Revolution von 1801-1804. Kein geringerer als Heinrich Zschokke schrieb mehrere Artikel über diesen Sklavenaufstand auf der Karibikinsel St. Domingue, welcher die Abschaffung der Sklaverei im französischen Überseeterritorium und die Unabhängigkeit von Haiti erkämpft hatte. Zschokke, als Verfechter der Menschenrechte und des Liberalismus in Aarau, erkannte die globale Tragweite dieses Ereignisses. Einerseits unterstützte er die Befreiung versklavter Menschen, dennoch sind seine Schilderungen und Kommentare vom Rassismus seiner Zeit geprägt. Simon und Manuel tauchen in dieser Folge in die Ereignisse auf St.Domingue/Haiti ein und betrachten dabei Zschokkes Perspektive auf die Ereignisse.
Wir wünschen viel Vergnügen! Eure Simon und Manuel
Eure Kritik, Lob oder Anregungen nehmen wir gerne entgegen. AM besten per Mail an geschichten.aus.aarau@gmail.com oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast.
Literatur und Quellen:
Geggus, David P.: Saint-Domingue und die Haitianische Revolution im atlantischen Kontext, in: Blänkner, Heinrich (Hg.): Heinrich von Kleists Novelle Die Verlobung in St. Domingo, Würzburg 2013, 21-35.
Blänkner, Reinhard: Heinrich von Kleist Novelle Die Verlobung in St. Domingo. Literatur und Politik im globalen Kontext umEinführung, in: Blänkner, Heinrich (Hg.): Heinrich von Kleists Novelle Die Verlobung in St. Domingo, Würzburg 2013, 9–19.
Büttner, Birthe Kristina: Die Entdeckung Saint-Domingues in der Schweiz. Einflüsse von Kleists Zeit in der Schweiz auf die Verlobung in St. Domingo, in: Blänkner, Heinrich (Hg.): Heinrich von Kleists Novelle Die Verlobung in St. Domingo, Würzburg 2013, 107-139.
Kappeler, Florian: Was Heinrich Zschokke ein Rassist? People of Color, Sklaverei und Revolution zwischen Helvetien und Haiti, 1807-1832, in: Argovia. Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau 136 (2024), 27-48.
Zschokke, Heinrich (Hg.): Miscellen für die Neueste Weltkunde Nr. 25, 28. März 1807; Nr. 69, 29. August 1807; Nr. 70, 02. September 1807; Nr. 72, 08. September 1810; Nr. 79, 01. Oktober 1808.
Zschokke, Heinrich: Der König von Akim, in: Heinrich Zschokke’s ausgewählte Schriften. Dritter Theil. Aarau 1825, 285–305.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ihr lasst die Geschichten aus Aarau.
00:00:02: Der Podcast mit Aarauer-Blick aufgeschirrt.
00:00:15: Hallo Manuel!
00:00:16: Hallo Simon!
00:00:18: Und willkommen liebe Zuhörende.
00:00:20: zu der nächsten Folge von Geschichten Aus AarAU, den Podcast wo Manuel und ich jeweils einig im Monat einen Ausflug machen in die Aarauräufer Vergangenheit aber dabei in der Regel auch immer über Aaraus Grenzen rauskommen Geschichte aus ihrer regionalen Perspektive probiert zu beleuchten.
00:00:44: Wieso ist unser Tournaus so viel manuell?
00:00:46: Bist du diesen Monat wieder dran, eine Geschichte zu erzählen?
00:00:50: Worauf bist du gestoßen in deiner Beschäftigung mit der Aarau-Geschichte?
00:00:58: Ja ich kann schon mal sagen diejenigen, die vielleicht meine Geschichten im Podcast kennen können sich vielleicht denken dass es damals wieder recht weit... aus der Aarauer Stadtgrenze raus geht.
00:01:10: Wir fühlen aber quasi im Herzen von Aarau an, nämlich im Casino Park.
00:01:17: Dort steht ein Denkmal vom Heinrich Schocken.
00:01:23: Und die, die in AarAU schon öfters durchgelaufen sind, ist das Denk mal vielleicht aufgefallen.
00:01:30: Das Denk Mal hat aber auch noch einen Sockel Und Simone kann dich jetzt schnell fragen, weisst du was auf dem Sockel steht?
00:01:38: Ja ich kann es dort nicht wirklich zitieren.
00:01:41: Aber das ist schon mal der Name und dann merkt man oder die Prädikate wo den Herzschock zugeschrieben werden.
00:01:50: Ich nehme an, dass er ein Schriftsteller war, Publizist, Pädagoge... Ist noch etwas mehr?
00:01:59: Es ist noch etwas Es steht aber recht knapp, formuliert nämlich dem Schriftsteller Staatsmann und Volksfreund das Vaterland.
00:02:11: Und das fasst ja eigentlich recht gut auf jeden Fall so die Erinnerungskultur um diese Person zu schocken hat zusammen also zum einen Schriftstellern.
00:02:23: der Heinrich Jocke war eine Romano-Novella Autor von der Aufklärung und auch Chroniker oder Historiker, wie man heute sagen würde.
00:02:33: Er war, wie du gesagt hast, auch Politiker, Staatsmann also Mitglied der helferitischen Regierung, Oberforscht- und Berggrat sowie Grossrat nachher vom Kanton Arg auch.
00:02:44: Da haben wir ja schon etliche Mal darüber erzählt, dass ich jetzt auch noch einmal wiederhole für diejenigen, die vielleicht daheim nicht Jochen Anisau kennen.
00:02:52: Und da steht noch etwas trittes darauf, nämlich Volksfreund.
00:02:56: Das ist das, was uns die Folge am meisten beschäftigt.
00:03:01: Wieso der Heinrich Schocken ein Volksfreund sollte sein?
00:03:06: Oder zumindest wieso also dass er in Erinnerung bleibt bei den Aarauer Bevölkerung?
00:03:12: Meine erste Assoziation ist jetzt auch auf seine pädagogischen Arbeiten beziehen.
00:03:19: Dass er einen Bildungswesen selber aktiv war aber auch eine pädagogische Schrift geschrieben hat oder gerade so volksaufklärerische Schriften, die beim Verlagsurlanden publiziert wurden sind.
00:03:36: Die Idee der Aufklärung hat eigentlich den Bevölkerung zu gut kommen und sie mit mehr Wissen in ihrem siddlichen Leben verbessern und unterstützen.
00:03:53: Ja und ich würde sagen auch als Politikerin ist er ja schon.
00:03:55: Das war ein Thema, das sich für die Gleichheit nach der Ideale von der aufklärerischen Zeit eingesetzt hat.
00:04:07: Eine Zitat aus seinen metabolitischen Ideen von siebzechsechsundneinzig, durch das zum Beispiel illustrieren, schreibt innen.
00:04:16: Es ist unbillig und wieder natürlich, wenn die Landeskonstitution die vorzüglichsten Besitzungen und Güter im Reiche nur zum Eigentum einer gewissen Volksklasse macht.
00:04:29: Wenn der Reichtum nur eine gewisse Klasse des Volks aus offenen weiten Quellen zufließen kann inzwischen der andere Teil der Nation bei Mühe und Arbeit sich kaum die ersten Bedürfnisse stillen kann.
00:04:44: Das klingt doch schon nach einem Volksfreund.
00:04:46: Die Gleichheit des Volkes, auch der arbeitenden Bevölkerung, eine Kritik an denen alle Ressourcen von einem Staat an sich reissen.
00:04:56: Das ist typisch für die aufklärerische Geist und die Kritik auch an den Feudalgesellschaften.
00:05:03: Und zeitlich ist es natürlich schon noch relevant, dass das siebzechseinneunzig ist vor der Helvetik im Anzieherregime in den letzten Jahren.
00:05:15: Genau, es soll aber in dieser Folge nicht nur um Heinrich Jocken gehen und auch nicht nur die helferische Revolution.
00:05:24: Klar, das war eine sehr prägende Zeit für Aarau.
00:05:28: Und Heinrich ist genau dann auf AarAU gekommen und hat sich sehr fest eingesetzt – auch für die Helferität und der revolutionäre Umsturz in AARAU!
00:05:42: Fast zeitgleich mit der Helvetische Revolution sind aber noch zwei andere Revolutionen gesehen.
00:05:49: Der Joker schreibt, dass die Worte befolgen.
00:05:53: Nicht Malta, nicht Sizilien – selbst nicht das Kapter guten Hoffnung wird in den künftigen Unterhandlungen für die beiden Großen rivalisierenden Mächte so schwer in die ausgleichende Waagschalen lasten als Sanct Domingo oder wie es von seinen Bewohnern jetzt genannt wird, Haiti.
00:06:14: Und genau um den Ort Haiti sollte es in dieser Folge auch gehen, weil Heinrich Zschocken sich eben als Staatsmann aber auch als ja vielleicht Volksfreund mit der Revolution in Haiti auseinandergesetzt hat und dadurch auch eine recht parallele zwischen diesen Revolutionen geschaffen hat die eine ganz weit weg in Haity oder damals noch Sandomank, oder wie er schreibt Sanct Domingo und der helftetische Revolution in der Schweiz.
00:06:47: Das ist eine sehr spannende Parallelität, weil ich glaube die Revolution in Haiti oder Sandomanc damals ... Bei vielen wahrscheinlich nicht auf dem Schirm ist, wenn man so an die Zeit der französischen und amerikanischen Revolutionen denkt.
00:07:06: Oder diese atlantische Revolution in dieser Zeit.
00:07:10: Da geht Sandemang recht unter.
00:07:13: Aber in dieser zeit offenbar wurde das wahrgenommen?
00:07:17: Genau!
00:07:17: Das ist ein komischer Umstand für unsere heutige Sicht, weil die Revolution in heute fast Ja, vielleicht nicht vergessen worden ist.
00:07:29: Aber einfach nicht so eine starke Beachtung hat, wie sie offenbar anzunehmen, als es wirklich hatte.
00:07:36: Also Jocken war nicht der einzige, die sich zu dieser Revolution güsserte und er hat auch Sachen darüber geschrieben, wo vielleicht auch ein bisschen in Frage stellen ... ob man ihn wirklich als Volksfreund bezeichnen kann oder ob man vielleicht auf das Schocken-Denkmal noch andere Sachen hätte müssen darauf schreiben.
00:07:58: Jetzt wird es sogar noch ein bisschen politisch!
00:08:01: Genau, aber zuerst wollen wir mal darüber reden was überhaupt mit der haitischen Revolution gemeint ist.
00:08:10: Saint-Homage war eine französische Siedlung auf der Insel Ispanyola.
00:08:16: Ursprünglich war eigentlich ein Zufluchtsort von Seeräuber.
00:08:21: Nachdem sie vor Spanien kolonisiert wurde und die ehemalige Bevölkerung fast vollständig ausgerottet wurde.
00:08:29: Und bis ins achtzehn Jahrhundert ist diese Inseln, oder der Teil dieser Insel in Hispaniola durch die massenhafte Verschiffung von Sklaven und Sklavinnen aus Westafrika wiederbevölkert worden.
00:08:44: Also die Franzosen haben angefangen in dem bekannten transatlantischen Sklavenhandel teilzunehmen und haben ganz viele Leute, die von der Westküste aus Afrika an die Heegeschifte damit zu klafen.
00:09:00: Und die Sklavinnen dort auf Plantagen und im Haushalt des Kolonialbesitzers arbeiten.
00:09:08: Die Inselen, die du beschreibst in Spanien, hat man sich ja teilt.
00:09:13: Das Sandomang ist eigentlich wie heute der Start.
00:09:16: der West-Teile von den Inseln und der Osten ist von Spanien besetzt.
00:09:22: Genau, wo heute Santo Domingo die Hauptstadt ist – von der Dominikanischen Republik, was ein bisschen verwirrlich ist.
00:09:29: Aber Saint-Homage ist eigentlich das Gebiet des heutigen Haïti.
00:09:33: Wichtig für diese Geschichte ist, dass Saint-Domag im achtzehnten Jahrhundert zu den wichtigsten Quellen der tropischen Erzeugung für ganz Europa wurde.
00:09:43: Saint-Domingue hatte die Fläche von Massachusetts, vielleicht für uns ein einfacher Vergleich.
00:09:48: Es war kleiner als die Flächte der Schweiz, hat aber um die USA mehr als die gesamten USA und erheblich mehr als Mexiko und Brasilien exportiert.
00:10:00: Also ein Drittel des ganzen französischen Überseehandels ist von Saint Domingue
00:10:05: gekommen.
00:10:06: Man hat sich ja dann so viele Weise in dieser Zeit den Namen an die Perle... Der Karibik.
00:10:12: Genau, der Antillen.
00:10:14: Genau.
00:10:14: Einfach natürlich perlen im Sinne der Bedeutung von den Ökonomischen, die es hatte für die Franzosen.
00:10:22: Ja, diese Bedeitung kam einerseits vom Handel und zum anderen aber auch Sandermag war ein Handels-Dreischieb in dieser Region also für Nord-, Süd- und Mittelamerika, wo vor allem Tier, Holz und eben auch Sklaven und Sklavinnen gehandelt wurden.
00:10:41: Das war deshalb für Frankreich strategisch sehr wertvoll.
00:10:44: Die Bevölkerung dieser Insel hat v.a.
00:10:49: aus schwarzen Sklafen und Sklavinnen bestanden.
00:10:52: Das waren etwa eine halbe Million.
00:10:55: Dann gab es weisse Kolonial-Herre und sogenannte Jean de Gouloch.
00:11:01: Das waren Menschen, die weisse und schwarze Vorfahren hatten.
00:11:05: Und oftmals zwar frei gewesen sind aber in einer hierarchischen Stellung unterdrehen gegenüber den weißen Kolonialherren.
00:11:15: zusammen haben sie etwa dreißig tausende Menschen ausgemacht also viel weniger als die schwarzen Sklaven und Sklavinnen.
00:11:22: Sehr kleine Spitze und eine sehr breite von Sklaften
00:11:29: Genau, und die halbe Million muss man sich vorstellen.
00:11:31: Das waren nur ganz ein bisschen weniger als die ganze USA zum Beispiel.
00:11:36: Die USA war dann noch nicht so gross wie heute aber doch viel grösser als diese kleinen Inseln, Saint-Domain.
00:11:45: Was wir uns merken können ist es war eine Gesellschaft, die hier archisch aufgrund der Hautfarbe und der Herkunft aufteilt
00:11:54: war.
00:11:56: Und diese grosse Dichte einfach zu klafften erklärt sich aufgrund der plantagen Wirtschaft, die man betrieben hat.
00:12:05: Das haben wir noch nicht so gesagt.
00:12:08: Baumwolle, Zucker, Indigo
00:12:13: und
00:12:13: Kaffee?
00:12:13: Genau!
00:12:14: Obwohl Baumwohl auf diesen Inseln nicht so heim war, aber vor allem Zucker.
00:12:21: Und nachher an zweiter Stelle Indigo & Kaffees.
00:12:25: Was auch noch wichtig zu erwähnen ist, dass die versklavte Bevölkerung zum Teil unter sehr grausamen Bedingungen dort gelebt hat.
00:12:33: Sie hatten keine Rechte.
00:12:36: Sie waren bestoffig ausgesetzt und haben meistens in einem kurzen Leben gehabt und oft kaum Kinder oder ihnen wurde nachwuchsverwirrt.
00:12:49: Jetzt ... Wir reden heute über die haitische Revolution.
00:12:54: Es war nicht unbedingt absehbar, dass es einen Revolten auf diesen Inseln gibt.
00:13:01: Aufstände der versklavten Bevölkerung waren in Haiti sehr selten.
00:13:06: Vor allem im Vergleich zum Beispiel zu den anderen karibischen Inselen wie Jamaika.
00:13:11: Angefangen hat die Unruhe eigentlich mit der weissen Kolonialbevölkerung.
00:13:17: Die haben nämlich ... mehr Rechte und Freiheiten gegenüber einem ja schon sehr autoritär um merkantilistisch agierenden Kolonial-Reich von Frankreich gefordert.
00:13:29: Es gibt auch Quellen, die sagen, dass diese Visi Bevölkerung sich auch inspiriert gefühlt hat durch den USA wo ja auch ein Siddlerbevölkerung sich eigentlich gegen das sogenannte Mutterland aufgelehnt hat.
00:13:42: Der Ausbruch der französischen Revolution in Paris ist aber dann der eigentliche Auslöser gewesen oder so das entscheidende Ereignis für einen Aufstand in Saint-Domingue.
00:13:54: Die weißen Kolonialherren haben denn nämlich die Initiative ergriffen, um mehr politische Mitbestimmung und auch Gewerbefreiheit zu bekommen in dem franzisischen Kolonialsystem.
00:14:08: Also muss ich vorstellen, dass sich Adel immer noch über die Verwaltung in der Kolonialgebiet gestellten, hat dann eben diese Verwendung mitbestimmig zugesagt.
00:14:20: Und aufgrund von der Erschütterung in Paris haben sich diese Kolonien auch sozusagen ein Stück vom Kuchenwelle abschneiden wollen?
00:14:28: Die lokale Elite in Haïti, die gefunden hat jetzt ist eine Zeit für uns da, sich zu emanzibieren.
00:14:35: Genau!
00:14:37: Für das Klaftenbevölkerung auf diese ist kein Funken gesprungen.
00:14:42: Man kann sich das so vorstellen, dass durch diese Initiativen das ganze hierarchische System auf dieser Insel ein Stück weit in den Wanken geraten ist.
00:14:53: Daraufhin haben sich dann auch weisse Arbeiter gemeldet und eben auch die Jean-Luc Goulot, die schon etwas mehr Freiheit hatten als die Schwarzen versklavten Menschen auf der Insel.
00:15:08: Die wurden aber brutal unterdrückt also mit... Waffengewalt.
00:15:13: Und das führte dazu, dass die ersten Aufstände des Klaffens im Norden der Insel stattgefunden haben.
00:15:22: Es gab eine Erschütterung.
00:15:24: Dann gab es Aufständen und sind niedergeschlagen worden.
00:15:27: Das führten dann noch grössere Aufständ in den ganzen Bevölkerungen.
00:15:32: Wie kann man sich hier vorstellen?
00:15:33: Die haben angefangen ihre Plantagen anzuzünden.
00:15:37: Man hat wirklich von tausenden brennenden Plantagen in diesem Jahr.
00:15:43: Das war auch eine neue Dimension der Aufstand in den Karibik und allgemein in den amerikanischen Kolonien.
00:15:49: In dieser Form war das einzigartig.
00:15:52: Es hat sehr viel tot die allen Beteiligten lager zur folge gehabt, und Frankreich fühlte sich siebzehnundzwungen gefühlt aufgrund diesen ja ausaufrenden Aufstände Trassendiskriminierung in der Kolonie abzubauen und sogar ganz aufzuhaben.
00:16:10: Zumindest rechtlich hat Frankreich von heute auf morgen zur Klaverei abgeschafft, im ganzen Kolonialgebiet.
00:16:19: Das wäre konsequent aus der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die ja im Sommer des Dachs proklamiert wurden?
00:16:29: Der Hauptgrund war aber schon, dass sich Frankreich in Krieg mit Spanien und Großbritannien befunden hat der Ressourcen auch nicht mehr hatte, um die versklavte Bevölkerung in Schacht zu halten.
00:16:46: Für die restlichen siebzehn- neunziger Jahre blieb Sandomag eine multietnische koloniale Herrschaft.
00:16:55: Sandomage wurde nicht unabhängig und hatte aber eine neue Verwaltung.
00:17:00: Die ehemalige versklavierte Bevölkerungen hatten auch mehr Mitspruch.
00:17:06: Toussaint Louverture, der ein ehemaliger Sklave war, wurde zum Gouverneur und Oberbefehlshaber dieser Kolonie.
00:17:13: Und es bildete sich auch eine neue schwarze Elite.
00:17:18: Was aber spannend ist, ist dass sie am Anfang noch mit den Kolonialherrschaften kollaboriert hat.
00:17:24: Die hat dafür gesorgt, dass so ein Sklaven- ähnliches System auf diesen Inseln weitergeführt worden ist einfach um die Erhaltung ihrer Wirtschaft.
00:17:37: Das ist eigentlich alles auftackt, weil der grosse Aufstand kommt ja noch.
00:17:45: Also das heisst mit der französischen Revolution gibt es einen haute Aufstand in Saint-Domingue und jetzt besteht die Möglichkeit durch die Gleichberechtigung sozial aufzuschliessen zumindest für diese Schicht, die nicht zu den versklavten Unterschichten gehört Wurzeln in Afrika, also afrikanische wie europäische Wurzel hat, die dann in die Führungsschicht auferkommen.
00:18:14: Genau und das führte zum Beispiel auch dazu, dass nicht weisse Menschen Zugang zu einem französischen Parlament hatten, was schon sehr einzigartig war bei den europäischen politischen Institutionen.
00:18:28: Und eben die Abschaffung von Sklavereien in dieser Zeit hat in der Zeit stattgefunden und das ist alles noch vorm vor der eigentlichen Revolution in Heutung.
00:18:38: Jetzt kommen wir aber zu dieser Architektur, die Napoleon schon gemacht hat.
00:18:42: An sich gegriffen hat er eine Militärexpedition auf Sandomeg initiiert um die vorrevolutionären Zustände wieder herzustellen also diese Sklaverei wieder einführen Und das hat dann wirklich zu den Quellenreden von einem apokalyptischen Unabhängigkeitskrieg geführt.
00:19:05: Man muss da etwas vorsichtig sein, weil es ist halt auch immer oft aus der Sicht der europäischen Zuschauerinnen, die vor allem viele Royaltaten diskutiert haben und das muss man schon so sagen, dass es ein brutaler Krieg war aber natürlich auch mit Interessen verbunden war.
00:19:25: Die Himmalen Sklaven und Sklaveinnen haben sich mit Jean de Gaulle wirklich zusammen hier, gegen Frankreich für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen.
00:19:35: Das war vorhin noch nicht so.
00:19:36: Jetzt waren diese Lager selbst im Konflikt.
00:19:39: Damals gab es aber wirklich
00:19:41: eine Gunkke.
00:19:43: Es führte dann auch zur Vertreibung der weissen Bevölkerung.
00:19:46: Und es hat dazu geführt, dass alle Weisse ... Menschen auf der Insel der Schwarzen Bevölkerung ermordet wurden.
00:19:56: Also Übergriff, die die Willen gestürmt haben und so muss man sich das vorstellen?
00:20:03: Genau!
00:20:04: Aber halt auch mit dem Hintergedanke, dass es eine Bevölkerung war, die jahrzehntelang versklavt war und keine Rechte hatte.
00:20:15: Das ursprüngliche Ziel dieser Revolution war die Autonomie und die Mitsprache, nicht unbedingt die Unabhängigkeit.
00:20:24: Die napoleonische Intervention führte dann zum Ziel, dass man heute als unabhängiger Staat etablieren wollte.
00:20:34: Die Verfassung von IT war auch sehr antagonistisch gegenüber Frankreich und der wisse Bevölkerung.
00:20:41: Also das Ziel ist, dass auch keine Weisen jemals wieder auf dem Grund landbesitzen dürfen.
00:20:46: Und die heitianische Verfassung hat auch Haithier als schwarz definiert.
00:20:53: Die haitianischen Republik war eigentlich gar kein Republik und gab es auch nicht wirklich vor.
00:21:01: Im Itadaiti hat sich General Jean-Jacques Dissalin Die Staatsgewalt an sich gerissen und hat sich zuerst Generalgouverneur und später dann auch Kaiser genannt.
00:21:13: Er nahm sich dort Frankreich als Vorbild, also es kommt nicht von nichts, dass er sich Kaiser genannte.
00:21:20: Und das war schon ein durchgehend autoritärer Herrschaft gewesen.
00:21:26: Jetzt anders als die ebenfalls militärdikatorische Staate z.B.
00:21:30: Franklich.
00:21:31: Also Franklich hatte ja auch sehr autoritäre Zeug in der Napoleon.
00:21:38: Was schon voll war, ist, dass die Exportkapazität um drei Viertel gesunken wurde.
00:21:45: Bei Völkerung etwa um einen Drittel.
00:21:47: Das wurden ca.
00:21:47: ein paar Hundert und Achtzehnte Menschen umgekommen oder vertreten.
00:21:52: Die Plantagen sind mehrfach zerstört worden.
00:21:55: Die frühen Hauptstadt Gapf-Conseig war zweimal vollständig abbrannt und die Kolonialarme hatte über siebenzehntausend Verlust.
00:22:08: Es gibt aber gleich auch Errungenschaften.
00:22:10: Und auf diese möchte ich gleich noch schnell eingehen.
00:22:13: Zum einen ist es ein Recht der kolonisierten Aufwärtsvertretungen in den französischen Nationalversammlungen, die wir vorhin schon angesprochen haben, dann auch das Ende von der formellen Rasse des Kriminierenden, die Abschaffung der Sklaverei und Gründung eines souveränen Staates.
00:22:31: Das ist eine sehr krasse Errungschaft.
00:22:35: Die erste Kolonie, die das geschafft hat.
00:22:39: Und vor allem weil es auch überhaupt nicht etwas war schon in dieser Zeit irgendwie absehbar gewesen wäre oder vorstellbar.
00:22:48: Die Auswirkungen von diesem Ganzen ist längerfristig schon ein Stück weit befreit gewesen aus der Sklaverei aber auch die Ausweitung der Sklaverei anderer Orte.
00:22:59: Also die Vertriebengewisse Bevölkerung hat einen anderen Ort wieder angefangen, den Sklavenhandel anzukurbeln.
00:23:06: Das war vor allem nachher vor Europa wichtig, zum Ende der französischen Vormachtsstellung in dieser Region geführt und insgesamt übersehen.
00:23:16: Napoleon hat später die Kolonialen Gebiete in Nordamerika verkauft an den USA.
00:23:23: Genau, Louisiana ist dort.
00:23:25: Man hat sich aus dem Kontinent verabschiedet.
00:23:31: Es gibt sogar Leute, die sagen, dass der Russland-Feld sogar eine direkte Folge war von den Aufgaben des Kolonialreichs.
00:23:37: Dass er sich dann auf das kontinentale Gebiet musste konzentrieren.
00:23:43: Ja,
00:23:44: ja.
00:23:44: Eine weitere Folge ist, dass Befürworter wie Gegner der Sklaverei die heitianische Revolution für sich genutzt haben also zum einen verurteilt aber auch irgendwie hochgehebt.
00:23:58: Und die heitianische Revolution hat Europa auch kulturell beeinflusst, wie wir jetzt gerade noch werden gehören mit der Literatur vor allem vom Heimlichzschocken.
00:24:09: Ja und ich nehme an, dass man in den Medien berichtet wird über diese Reignisse nicht das Letzte, weil ja auch Schweizer Beteiligten waren an der Niederschlagung oder?
00:24:22: Genau da kommen wir zurück von Europa und in die Schweiz.
00:24:26: Du hast es richtig gesagt.
00:24:27: Die Schweiz war nicht nur ideal beteiligt, sondern sehr konkret.
00:24:32: Du wirst die militärische Beteiligung angesprochen.
00:24:35: Ich glaube du weißt etwas mehr an sich?
00:24:37: Ich weiss es nicht!
00:24:39: Aber ja... Es gibt diverse Menschen aus dem Gebiet der heutigen Schweiz, die als Kaufleut, als Söldner über die französische Kolonialmacht in heute gelebt haben, gewirtschaftet und profitiert haben auch Teilweise sind aber auch krank geworden, die Malaria kamen und das Grund ging.
00:25:01: Aber sich als Kolonialherde mit Beteiligten haben unter anderem aus der Region eine Abkömmlinge von der Familie van Halwiel, die auf fünfzehn Jahre vor der Revolution dort gelebt hat.
00:25:16: Spannend ist es auch noch, dass ein Battalion einer halben Brigade der Helvetik in den französischen Armee die mitgekämpft hat, um den Aufstand in Niedertschlau.
00:25:29: Also sind die VIII III wirklich verschifft worden auf Haiti.
00:25:33: Das ist schon noch speziell, dass ein Schweizer Armee-Brigade dort mitgekämpft hatte auf Seite der Franzosen natürlich unter Mandat von Napoleon.
00:25:44: und wie du gesagt hast, eben die literarische Auseinandersetzung.
00:25:47: Die war auch sehr gross, also das war wirklich eine Erreignisse zu schocken Erkanntheit, dass das weltweite Folgenwirt hat und dass es ein grosser Ereignis war.
00:25:59: Und dann fällt die zeitliche Topplung auf, in der die Helvetik endet und den Kanton Aargau gründet wird.
00:26:11: Fast zeitgleich ist hier die Haïti, die sich als Staat unabhängig macht.
00:26:17: Das können wir sagen an den fast so zwei Schwesterrepubliken, die hier gleichzeitig das Licht der Welt erblicken.
00:26:25: Ja, das ist vor allem aufgrund von der französischen Revolution so die Gleichzeitigkeit, weil ja auch die helfetische Republik aufgrund dieser Revolution in Frankreich entstanden ist.
00:26:39: Die bekannteste zeitgenössische literarische Auseinandersetzung ist übrigens vom Heinrich von Kleist.
00:26:46: Er hat noch Wellen geschrieben, was heisst?
00:26:47: Die
00:26:48: Hochzeit von Santo Domingo.
00:26:50: Die
00:26:50: Verlobung in Sancte Domingos.
00:26:53: Und die kam aus dem Jahr achtzehn Elf und es ist spannend, dass er auch befreundet war mit dem Zocken und zeitweilig auch in der Schweiz gelebt hat.
00:27:02: Also hier nochmal so ein bisschen Schweizer Bezug.
00:27:05: Jetzt kommen wir aber zum Zocker.
00:27:07: Ich habe ja von diesem Volksfreunden am Anfang geredet.
00:27:11: Er war nicht nur Schriftsteller und Republikaner.
00:27:14: Er war nicht nur Schriftsteller, sondern hat sich als Republikaner sehr fest für die Gleichheit von allen Bürgern eingesetzt.
00:27:23: Heute war es für ihn doppelt spannend.
00:27:26: Einerseits weil er ein Weltgeschief verfolgt und berichtet hat und andererseits wegen der Revolution, wo sie auch um den Volksaufstand ging.
00:27:37: Florian Koppeler, ein Literaturwissenschaftler, schrieb in seinem Artikel über einen Joker und seiner Auseinandersetzung mit Haiti.
00:27:46: War Heinrich Joker ein Rassist?
00:27:49: Er ist etwas... ...plakativer
00:27:52: Titel.
00:27:52: ...reiserischer Titel.
00:27:53: aber er stellt dort eine Frage.
00:27:56: Hat sich der Joker mit der Haitianischen Revolution auseinandergesetzt wie z.B.
00:28:00: mit den Helvetischen?
00:28:02: Also hat er sich auch dort auf die Seite von der Schwarzen Bevölkerung.
00:28:08: Der Joker teilt eigentlich die vorherrschende Meinung der deutschen Presse zu dieser Zeit.
00:28:13: Er sagt, dass den Aufstand von Sklaven und Sklavinen dazu geführt hat, dass das Land, das eine wirtschaftliche Perle ist, jetzt einfach zerstört wurde, das Ganze in Verbrechen und Mord gendet hat.
00:28:29: Und dass er das grundsätzlich als negativ empfindet Was man jetzt hier als rassistisch ansehen kann, das war auch der Grund wahrscheinlich, wie es den Florian Kappler gerade den Titel gewählt hat.
00:28:45: Er machte das an dem Wesenszeug von der Bevölkerung fest.
00:28:50: Also an dem Wäsenszeug der schwarzen versklavten Bevölkerung.
00:28:56: Er schreibt in den Misszellen, wo er eigentlich über so ein bisschen politische Geschehen in Europa und weltweit berichtet folgendes Und nochmal, ich werde jetzt hier auch kolonialisch Sprache zitieren.
00:29:15: An einen Fortschreiten der Kultur ist bei diesen Wilden nicht zu denken – denn seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden ist noch kaum ein Anfang gemacht worden.
00:29:26: Witter schrieb er «Man glaube also nicht dass die Freiheit der jetzigen Schwarzen Republikaner von heute ein Gewinn für die Menschheit sein werden.».
00:29:35: Sie wollen in den Stand der alten Wildheit zurückkehren.
00:29:40: Die afrikanischen Enn sind die faulsten Menschen des Erdbodens, ihnen ist das Süße nichts tun – der Himmel!
00:29:48: Arbeit die
00:29:49: Hölle!".
00:29:50: Und Witte schrieb er noch?
00:29:52: So viel ist gewiss dass schon vor der Revolution die Sklaven dieser Insel ein angenehmeres Los hatten als unzählige unglückliche Arme in Europa.
00:30:04: Ich glaube ich muss jetzt auch nicht groß ausführen, was an dem rassistisch ist.
00:30:08: Er nimmt die Anwertung von schwarzen Menschen vor und tut sich stereotypisieren.
00:30:13: Also quasi alle schwarze Menschen sind irgendwie überfühlt.
00:30:17: Und er tut es auch rassisieren.
00:30:19: also weil sie schwarz sind, sind sie so... und nicht irgendwelche anderen Eigenschaften festmachen.
00:30:26: Genau
00:30:27: Das haben wir ja in vielen Folgen schon diskutiert.
00:30:31: Jetzt wie passt das zum?
00:30:33: Ein humanistisches Selbstverständnis, das den Schocker sicher selber hatte und wir auch über ihn haben.
00:30:41: Auch bei der anderen aufklärischen Philosophen ist die rassistische Haltung vertreten.
00:30:46: Also Hegel hat zum Beispiel Afrika als Kontinent ohne Geschichte
00:30:52: aufgepasst.
00:30:53: Und die Bewohnerinnen von diesem Kontinent sagen nicht feig für eine kulturelle Entwicklung.
00:31:00: Vorbilder, die sich selber auch als Aufklärerin gesehen haben und aber diese Meinung vertreten.
00:31:08: Beim Schocken ist es etwas anders, dass auch das, was Florian Kappeler ausgearbeitet hat, um eine Differenzierung vom Freiheitsbegriff geht.
00:31:20: In seinen metabolitischen Ideen lehnt der Jock jetzt klarwährend ausdrücklich ab.
00:31:24: Das ist eigentlich recht ein Widerspruch zu dem, was er schreibt.
00:31:28: Er plädiert auch für die Rechtsgleichheit von allen Menschen.
00:31:33: Er tut aber den Freiheitsbegriff an einer Zivilisation Stufenmesse.
00:31:40: Also Menschen, die nicht zivilisiert sind, haben quasi noch nicht die gleiche Art von Freiheit verdient wie ein zivilisierter Volk Und das passt auch sehr fest in die aufklädischen Schriften dieser Zeit.
00:31:53: Also er tut Freiheit für alle nicht grundsätzlich ablehnen, er tut sogar befürworten.
00:31:58: Er tut es aber an den Lebensweise festmachen.
00:32:03: Also das Argument eben so zivilisierte Menschen wie sie in Europa angeblich sind dort ist das Klaverein verwirklich, aber angebliche... Menschen auf tieferer zivilisatorischen Stufen entdecken.
00:32:19: Dort sei es halt wie normal, dass die noch Sklaverei kennen und pflegen.
00:32:23: Er schreibt auch das zum Beispiel für sklafte Menschen in Saint-Domingue, wie schon eine höchere Zivilisationenstufe erreicht haben als in Afrika?
00:32:33: Weil
00:32:33: sie den Kontakt mit Europa hatten so.
00:32:36: Genau!
00:32:37: Afrika übrigens.
00:32:38: hier ist im ganzen Kontinent Das Schocken ist ein Gebiet, das keine Zivilisation herrscht.
00:32:46: Jetzt wird es aber ganz spannend.
00:32:49: Die Aussagen stammen aus dem Jahr eighteen sieben und wir gehen jetzt ins Jahr achtzehnt, wo folgendes in den Misszellen steht.
00:32:59: Zwar haben uns die anatomen Blumenbach- und Sömering unsere Brüderschaft mit dem N etwas Verdächtig machen wollen indem Sie bei Zergliederung einiger N Leichname Auf allzu nahe Verwandtschaft der schwarzen Goldküsten-Bewohner mit dem Orang Utan und anderen Affenarten entschlossen.
00:33:19: Also die erste Biologen, Anthropologen die angefangen haben.
00:33:24: Die rassische Glitterung von der Menschheit auch wissenschaftlich...
00:33:28: Solche wissenschaftliche
00:33:33: Begründe,
00:33:33: dass es dann so eine Abstufe gibt von Weisen und Schwarze, die einen solchen Zwischenstufen zu affen bildet.
00:33:42: Genau.
00:33:43: Sollte.
00:33:44: Weiter gehts zitat das flachere Vorder- und Hinterhaupt.
00:33:48: abgerechnet kommen mir oft die N nicht viel offenartiger vor als die allerweißesten Europäer.
00:33:57: Der erste Endstaat nach europäischer Form ist bekanntlich die Republik oder das Kaisertum Haiti.
00:34:05: Dass sich dort noch immer Faktionen bekämpfen, is keine Folge der N-Natur sondern ziemlich europäisch.
00:34:13: Freilich unbarmherzig und grausam sind sie im Kriege!
00:34:17: Wenn dies aber eine Folge des kleineren Gehirns sein sollte, so muss das selbe auch oft bei den weißen Europäern nicht sonderlich groß sein.
00:34:28: Also da die Einsicht dass es ja auch in Europa zu grausamen Kriegen gekommen ist und dass das ja ein recht unfairer Vorwurf wäre wenn man quasi In einem Schwarzen Staat geht das als Wessenszug ohne die Parallelen zu schaffen.
00:34:50: Zu der eigentlichen Weisenbevölkerung.
00:34:53: Der Auszug ist übrigens auch betitelt mit Stoffzuparalleln.
00:34:59: Ich nehme an, er tut sich auch mit dem Artikel... wahrscheinlich gegen eine Zeitläufige Meinung stellen.
00:35:07: Also ich nehme an, da werden wir auch gelesen oder geschrieben haben ja jetzt haben die hier einen Staat und dann geht es dort weiter wie vorher und eben sind halt so barbarische Zustände und er würde mir das sagen wenn man auf Europa schaut und mich jetzt nicht den grossen Unterschied zu etwas weiss machen.
00:35:26: Genau also ganz viel ist vielleicht auch ein Kritik am Eignigen An der Enttäuschung, dass Europa das ja doch nicht ganz geschafft hat.
00:35:34: Die Freie Gesellschaft zu erreichen, wo alle gleichgestellt sind, sondern dass das auch in einer Diktatur gemündet hätte.
00:35:42: und trotzdem finde ich aber die Aussagen recht bemerkenswert weil ja gerade seit Jahrhundert sehr fest für diese pseudo wissenschaftliche Einteilung steht.
00:35:58: Ja, also Haltungen eigentlich nicht im grossen Platz haben später.
00:36:02: Und ich bin ja da eigentlich schon ein Stück weit infrage gestellt oder sich auch etwas lustig gemacht drüber.
00:36:10: Du hast schon ein bisschen angesprochen woher... Also es ist jetzt schon die Frage, woher kommt der Sinneswandel?
00:36:15: Wir haben jetzt die Enttäuschung, das ist jetzt mutmaßig angesprochen.
00:36:20: Ganz konkret kann man sagen, dass z.B.
00:36:22: meine Zelle auch auf Vertreter des Abolitionismus in Großbritannien bezogen ist, die schon eine politische Bewegung immer populär gemacht haben, die das Klaverei weltweit wollen abschaffen.
00:36:39: Aus welchen Gründen auch immer.
00:36:40: Das sind sicher auch eigene Interessen dabei gewesen aber es steht für eine veränderte Haltung.
00:36:47: die in Europa sicher populärer war als noch zum Beispiel in den siebzehnten Jahr.
00:36:53: Also es gab durchaus auch Kritik am Rassismus in dieser Zeit und das hatte einen Einfluss offenbar auf Persönlichkeiten wie auch der Heinrich Tschocken.
00:37:01: Er nimmt dann, jetzt in diesen Schriften ist ja nur bedingt ein haiti Bezug vorhanden.
00:37:07: Da geht's mir einfach um...
00:37:08: Das Klaverei genau an sich.
00:37:12: Er nimmt das später aber noch einmal ganz direkt bezog auf heute, nämlich in seinem Werk König von Akim.
00:37:18: Das ist jetzt ein längeres Zitat.
00:37:20: Unsere großen gelehrten Beweisen uns schwarz auf Weiß in ihren unsterblichen Werken, dass die Schwarzen schon wegen ihres Knochenbaues weit weniger verstanden hätten als wir anderen ehrlichen Leute.
00:37:35: Seit aber die N- und Mädchen rechtartige Gedichte machten, die feinsten Berechnungen vollendeten.
00:37:43: Predigten hielten in europäischen Dienstenfeldherren europäischer Truppenurden ja auf der Insel Haithi Republiken und Königreiche einrichteten wo sie Schulen, Fabriken, Schiffswerften, Kanonengießereien und sogar Verfassungen und Gesetze haben, die sich mancher gescheite Mann sogar in manches europäische Ländchen hineinwünschen möchte.
00:38:09: Ja, seitdem hat sich die Meinung vom Verstand der N etwas geändert und die großen Gelehrten mit ihren unsterblichen Werken sehen seitdem etwas unglaublich aus.
00:38:22: Also das Zitat seid ja eigentlich, dass wirklich die Vorgang im Haiti einen Einfluss gehabt haben durfte verändern die Meinung also.
00:38:32: Heute hat man auch als Beweis genommen, dass ja doch ein Nation-Building
00:38:40: in einer
00:38:41: Kolonie stattfindet.
00:38:42: Als Zeichen von Kultur auch stattfinden kann.
00:38:46: Wie grausam das immer war.
00:38:47: Ich
00:38:49: würde jetzt aber ein Stück weit widersprechen.
00:38:54: Es klingt nach Anerkennung und einem veränderten Bild, den er hat.
00:39:03: Auf den zweiten Blick kann man sagen, vielleicht hat sich das Bild gar nicht so geändert.
00:39:09: Das Monerlobt ist eigentlich nur ein Übernähe oder eine Ahnung von europäischen Verhaltensweisen, Verfassungen schreiben in europäischen Tieren zu sein.
00:39:28: So fern sich ... schwarze an europäische Lebensweise anpassen, dann hat man Respekt.
00:39:37: Das ist eigentlich so seine Aussage oder so klingt es und das würde im Umkehrschluss irgendwie bedeuten an der ursprünglichen Einstellung gegenüber Schwarzen und was sie für ein angebliches Naturell haben ändert sich eigentlich mit dem ja noch nichts.
00:39:54: Ich glaube schon nur diese Vorstellung also dass wir überhaupt Schwarze Menschen als homogene Bevölkerung anschauen Und auch, dass man sein will irgendwie aufgeklärt gesehen oder so ist schon sehr rassistisch.
00:40:09: Und das bleibt.
00:40:10: Der Rassismus bleibt auf jeden Fall und ich glaube vielleicht auch als Fazit, ob jetzt der Chocke ein Rassist ist oder nicht, ist wie die falsche Frage.
00:40:24: Logisch ist er quasi ein RASSIST Wenn
00:40:28: wir uns einen heutigen Maßstab das vermisst.
00:40:33: Aber seine Haltung ist insofern ambivalent, weil er gleichzeitig die Schwarze Bevölkerung als gutes Beispiel anschaut und aber auch rassistisch abwertet.
00:40:47: Und die kulturelle Entwicklung als Maßstabe bleibt schablonen.
00:40:53: Das ist im europäischen Verständnis irgendwie die Voraussetzung für eine erstrebenswerte Freie Gesellschaft.
00:41:00: Das bleibt beim Schocken auf jeden Fall hier.
00:41:03: Was ich aus dieser Geschichte mitnehme, ist einerseits schon, dass ich überrascht war wie wenig ich weiss über die heitianische Revolution und das offenbar zu der Zeit, dass in Aarau beim Schocking ein Thema gewesen ist und nachher irgendein Vergessenheit geraten wurde, also irgendwie ... durch die nationalistische Geschichtsschreibung im Jahrhundert auch ganz aktiv.
00:41:33: Und auch, dass es trotz dieser rassistischen Gesellschaft gleich auch Kritik an rassisten Vorurteilen gegeben hat.
00:41:43: und gerade retrospektiv sagen wir noch oft Ja, diese Gesellschaft war halt einfach rassistsisch und man kann relativ einfach auch das irgendwie auch etwas verzeihen.
00:41:57: Man war einfach noch nicht so weit.
00:42:00: Das war normal in dieser Zeit.
00:42:04: Ich finde die Auseinandersetzung mit der haitianischen Revolution zeigt, dass es durchaus Kritik gegeben hat wie weit diese geht.
00:42:10: Es ist eine andere Diskussion.
00:42:11: aber was nachher im Jahrhundert passiert ist eben die ganze hygienische Pseudo-Wissenschaft über
00:42:20: Race... Die Rassenlehrer und so.
00:42:22: Ja.
00:42:22: Die war nicht unwidersprochen zu dieser Zeit Und das finde ich schon recht spannend.
00:42:29: Das war jetzt auch eine sehr oberflächliche Quellenkritik, da kann man sich sicher noch weiter rein geben und das viel nivelierter ausarbeiten.
00:42:37: Aber das ist einmal etwas, was ich als Fazit mitnehme.
00:42:41: Ja und dass die heitianische Revolution schon auch ja sicheres Umdenken mitbewirkt hat in der Abolitionismus-Bewegung, wo es sich ja in dieser Zeit auch sehr ... auseinandersetzt mit der Abschaffung von Sklaveré in den USA, dass das sicher so wie wir jetzt auch im Joker gesehen haben zu überlegenden und auseinsetzigen führt zu wie für wer und wieso sollte es oder sollte es Sklaferé nicht geben.
00:43:12: Ja und als Abschluss finde ich der Gedanke noch schön, dass für uns die helvetische Revolution sehr wichtig ist und einen grossen Stellenwert hat.
00:43:24: Aber weltweit war die heitianische Revolution doch auch ein grosser Ereignis gewesen.
00:43:29: Und ja, man sich vielleicht auch öfters kann die Heitianischen Revolution in den Ahrauer Gegenwart holen – gerade auch im Gedenken der Helvetischen Republik.
00:43:40: Und wir können eigentlich sagen, dass das ja in einer Die war erfolgreich, sie konnte sich nachhaltig etablieren.
00:43:50: Während in Aarau die Helvetische Republik wegzügelt ist und dann wieder verschwunden.
00:43:57: Genau.
00:43:59: Somit schliessen wir diese heutige Folge.
00:44:03: Wenn ihr Kritik, Anregungen oder sonstiges Feedback habt, meldet euch per Mail an geschichten.aus.aarau.gmail.
00:44:12: Komm!
00:44:13: Oder melde doch wie an Instagram Ad-Geschichten aus Aarau Podcast.
00:44:19: Und wenn ihr in anderer Form noch mehr über Aarauer Geschichte möchtet sehen, hören und lesen, dann schaut mal vorbei auf der Homepage von der Stadtgeschichte AarAU, wo aktuell die ganze Aaraurestattgeschichte aufgearbeitet wird.
00:44:38: Da gibt es auch eine eigene Podcast dazu statt... Geschichte Aarau findet man auch auf der gängigen Streaming-Plattformen in einem anderen Format noch.
00:44:51: Dann sehen wir uns vielleicht mal vor dem Joggen denke ich, oder sonst noch einmal in Aarow?
00:44:56: Spätestens nächstes Mal im Studio!
00:44:58: Unbedingt und danke vielmals für die spannende Geschichte und den Blick aus Aarauer auf eine Republik ganz am anderen Ende von der Welt unserer Gesicht zumindest.
00:45:13: Danke vielmals und danke euch fürs Zulassen!
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