#47: Begraben und erinnern - Aaraus Friedhöfe

Shownotes

Mit der Schweizer Erfolgsserie "Der Bestatter" wurde neben Aarau auch der Friedhof Rosengarten über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Die vielfältige Nutzung des Rosengartens als Begräbnisplatz, Filmset, Erholungsraum, Ausstellungsgelände und "grüne Lunge" illustriert den sich verändernden gesellschaftlichen Umgang mit dieser letzten Ruhestätte. In der aktuellen Folge machen Manuel und Simon eine Zeitreise durch die Jahrhunderte und Aaraus Friedhöfe und sprechen dabei über den sich wandelnden Umgang mit der Endlichkeit des Lebens.

Wir wünschen euch viel Vergnügen Eure Manuel und Simon


Eure Kritik, Lob oder Anregungen nehmen wir gerne entgegen! Am besten per Mail an geschichten.aus.aarau@gmail.com oder auf Instagram @geschichtenausaaraupodcast.

Weiterführende Literatur:

*Sauerländer, Dominik: 200 Jahre Friedhof Rosengarten: Ein Blick auf die Geschichte von Totenbestattung und Totenkult. In: Aarauer Neujahrsblätter 81/2007. S. 67-94.

Transkript anzeigen

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00:00:18: Wir

00:00:24: sind der Podcast, wo wir uns jeden Monat – beziehungsweise jetzt fast jeder Monat Eine Geschichte über Aarau-Verzellen, die wir jeweils in Tiefen gehen von der Stadt, wo wir wohnen.

00:00:42: Wir gehen aber sehr oft auch über Grenzen dieser Stadt aus und besprechen regionale oder globale Kontexte.

00:00:51: Und es ist jetzt doch schon wieder recht lange her, seit wir zusammen im Studio und Podcast aufgenommen haben, Simon?

00:00:57: Ja man muss sich wieder etwas daran gewöhnen!

00:01:00: Genau, weil wir auch noch den Stadtgeschicht-Podcast machen.

00:01:03: Jetzt mittlerweile sich mit unserem Podcast abwechselt monatlich.

00:01:07: Wir sind nicht ganz so oft im Studio zusammen.

00:01:10: Aber ich habe es schon lange nicht mehr erlebt, dass ich wirklich gar keine Ahnung hatte über was du heute einen Folgewirt machen würdest und darum bin ich sehr gespannt.

00:01:18: Und falls du mich mit einer Frage oder so einsteigst, werde ich mich vielleicht blamieren aber das darf ja auch mal sein für die Zuhörenden.

00:01:25: Hey, du wirst dich glaube nicht blamiert, aber ich würde gerne mit einer Fragen anfangen!

00:01:30: Weil das heutige Thema ist recht universell.

00:01:33: Aber eines, was ich finde, ist spannend mal darüber zu reden und vielleicht ein bisschen einen Zugang zu einem schwierigeren Thema, der ja etwas zum Nahdenken mag anregen wenn man hier auch Geschichten schaut Und zwar geht es um den Tod

00:01:51: Beziehungsweise

00:01:52: weniger ums Sterben sondern mehr um die Form wie mir nach dem Tod Erinnern, begraben.

00:02:03: Es soll ein bisschen Geschichte über das Begräbnis und die Begrävungsstätte von Aarau gehen.

00:02:09: Das klingt jetzt vielleicht etwas trocken.

00:02:11: Aber es ist sehr spannend, weil man dabei eine Veränderung der Stadtentwicklung, gesellschaftliche Entwicklungen sehr schön sieht anhand des Begrähmungsplatzes und dem was alles daran hängt.

00:02:27: Wir sind beide in der statistischen Lebensmitte, könnte man sagen.

00:02:31: Das heisst für uns.

00:02:32: ist das noch ein wenig weiter weg?

00:02:33: oder hast du dir schon mal Gedanken dazu gemacht wenn du mal nicht mehr bist was von dir noch bleibt?

00:02:41: Oder wie du vielleicht dann bestattet werden

00:02:44: willst?

00:02:45: Hätte ich mir schon oft überlegt weil meine Grosseltern auf dem Friedhofer Russen Garten begraben sind und ich gehe immer an Weihnachten ihr Skrabgob zu suchen und das bedeutet mir sehr viel.

00:02:59: Und ich habe mich natürlich auch schon überlegt, wenn ich mal sterbe, bei jemandem mein Skrabgokko anzuschauen.

00:03:03: aber wenn ich tot bin kann man das ja eigentlich egal sein.

00:03:07: Darum bin ich da etwas zweigespalten wie ich mit dem würde umgehen wollen.

00:03:12: Aber finde es schon einen schönen Ort und gerade seit mir den Podcast machen gehe ich einfach mit anderen Augen über den Friedhof weil wir doch überall so ein bisschen nehmen entdeckt oder irgendwelche Gerabstilene oder Denkmäler entdeckt, die mit der Geschichte von Aarau zu tun haben?

00:03:30: Das stimmt natürlich.

00:03:31: Abgesehen einer persönlichen Ebene ist das ein spannender Ort als historische Quelle.

00:03:37: Mir hat es etwas ähnlich ... Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht aber bei einer Schlüsselung, was ich genau für mich und meine Angehörigen will, weil ich jetzt einen Ort empfinde So für das tote Gedenken, für meine persönliche Erinnerung nicht mega als zentral.

00:04:00: Das sind andere Sachen, die eine Erinnering an verstorbenen Personen wichtiger ist, dass man diesen Ort zum Beispiel aufsucht.

00:04:10: Aber in dieser Geschichte werden wir verschiedene Formen vom Umgang mit Begräbnisstätten gehören und ein bisschen den Wandel, der es durchlaufen hat Und das mag vielleicht auch ein Denkastus sein für dich oder für unsere Zuhörerinnen.

00:04:28: Ja, was vielleicht einem selbst wichtig ist in Zukunft mal.

00:04:33: Ich finde es auch noch spannend, weil Friedhof ja einer der Orten ist und man so etwas selbstverständlich wahrnimmt.

00:04:41: Das Gefühl hatte er schon immer so gewesen wie er ist...

00:04:44: Genau, so eine stetige Ort, die unantastend ist.

00:04:48: Ich muss es vielleicht noch vorausschicken.

00:04:51: Man hat es heute wieder ein bisschen einfacher gemacht.

00:04:53: Es gibt nämlich einen schönen Artikel zu den Arauer Begräbnisort und dann in ihrer Geschichte vom Dominik Suhrländer in den Arauen Neujahrsblätter.

00:05:05: Sieben anlässlich von zweihundert Jahren Friedhof-Rosengarten.

00:05:09: Und ich möchte mich jetzt vor allem auf das beziehen... von der Erde geschrieben hat.

00:05:15: Mir fängt nicht ganz bei Adam und Eva an oder so in der Uhr- und Frühgeschichte, sondern ein bisschen später.

00:05:23: Du weisst vielleicht, was eine erste Begräbnisstätte im Raum Aarau könnte sein?

00:05:32: Jetzt

00:05:35: muss ich gerade mal überlegen... Also das erste, was ich mir jetzt hätte vorstellen können, ist noch einmal an den Aaren oder so Weil auch dort so alte Gebäude vor der Stadtgründung noch entdeckt worden sind.

00:05:50: Aber ich glaube nicht, du hast schon gesagt, dass du nicht bei der Frühengeschichte anstattest.

00:05:55: Darum bin ich gerade überfragt vielleicht bei den Kilen?

00:05:59: Ja, bei Weller!

00:06:01: Bei den Stadtskilen?

00:06:04: Es hat noch eine früher gegeben in den Telly.

00:06:07: Ah, dem Fall meine ich doch die, als die hier bei den Ahren quasi... Ja

00:06:13: genau Weil eigentlich markiert die schon so ein bisschen eine Neuerung in der Begräbnisform, in den Antiken.

00:06:22: Also zur römischen Seite muss man sich Begrüßungsort nicht wie vielleicht später im Mittelalter oder auch wie viele Orte heute noch als Freithöfe, als Teil des Siedlingskehren gesehen, sondern in den antiken haben Friedhöf ausserhalb von diesen, sind außerhalb von ihnen gelegen.

00:06:42: Die Trömer haben in diesem Sinne eine ewige Grabesruhe gekannt und dann sind natürlich auch die Friedhöfe immer

00:06:48: gewachsen.

00:06:50: Man musste mehr Platz schaffen, das wäre im Siedlungsraum schwierig gewesen.

00:06:56: Etwas, was vielleicht unserer Vorstellung gerade aus einem Mittelalter entgegenläuft ist ... Der Grabensraum, die Grablegung und Sakraliröme wie ein Dämpel oder so nicht beieinander hatten sondern eben trennt.

00:07:13: Und die Kille in der Telli wo ja dann auch etwas im Frühmittelalter christliche Begräbnisformen gekannt ist.

00:07:23: dann in dem Sinne zu diesem schon ein Bruch weil sich dort diese Grablegungen verändert hat.

00:07:30: Die Ausgrabungen in den neunzehntrissigeren Neunzehn Die Kieler haben nämlich die Gräber gezeigt, wo sich um den Chorum und im Atrium, also im Eingangsbereich der Kirchen befunden hat.

00:07:47: Also die Grablegung ist wirklich unmittelbar an der Kirche oder sogar teilweise drinnen.

00:07:55: Und du hast vielleicht eine Idee, wieso das so war?

00:08:02: Hey ja ... Zum einen könnt ihr mir vorstellen, dass man nahe zu einem sakralen Gebäude gesucht hat.

00:08:12: Zum anderen, was ich so kenne ist zum Beispiel aus der frühen Neuzeit und aus dem Mittelalter, dass vermögend ihre Leute ihre Gräber da hingestellt haben, die sie auch sichtbar sind und dass wir den Leuten in Kiel zeigen wollen, was für ein Familienerbe man z.B.

00:08:31: hat.

00:08:32: Ja, es ist ein bisschen verschränkend aus dem.

00:08:35: Ein zentraler Punkt ist wie du sagst die Ausrichtung auch aufs Leben nach dem Tod.

00:08:41: Und dort spielt eine zentrale Rolle, dass wir bei Stiftungen zum Beispiel von Kilen natürlich in geweiter Erde sein wollen.

00:08:53: Das hat dann auch verschiedene Qualitäten gehabt, gerade wenn zum Beispiel noch Reliquien aufbewahrt wurden.

00:08:59: im Kielerum ist es sehr wichtig sie möglichst nahe an diesen Draht zu sein.

00:09:04: Das heisst, gerade weil du jetzt ein vermögendes Stifter bist in einer Kille hast du dich auch möglichst im Kileraum innerhalb bestatten oder möglichst näher dran.

00:09:17: und das sieht man dann zum Beispiel die Telli-Kille, dass man um den Chor rum aussen dreht.

00:09:25: Nicht drinnen, aber gerade um die anschliessenden Morde, die begraben hat.

00:09:31: Wo man diese Stadtkille baut ... Die Kille in der Telli wurde dann wahrscheinlich im neunten Jahrhundert aufgegeben, weil sie sauer und kütiger Neugmeinden entstanden sind.

00:09:44: Und um zwölf, achteviertzeig wird dann das Stadtkilles-Boot, was sich dann auch geschehen ... eigentlich auch nicht die Stadt verlagert.

00:09:52: Und dort, wo wir heute den Kielenplatz haben, wird zu einem Friedhof oder ist damals ein Friedhof?

00:10:01: Vielleicht diejenigen, die uns in allererster Folge gelassen haben, wissen auch, dass die Stadtkilen dann noch recht anders aussehen als sie heute aussieht.

00:10:10: Einfach, dass man sich jetzt nicht diese Kielen, die man heute kennt, vorstellt zum thirteenth Jahrhundert

00:10:15: Genau, aber was wir feststellen z.B.

00:10:18: auf allen Stadtansichten sieht man sogar den Kielenhof und Friedhof einzeichnet nach der Erweiterung von den Stadkilen im Fünfzehrhundert entspricht dem Friedhof einen heutigen Kielenplatz also befindet sich eigentlich auf drei Seiten um die Stadkiele herum.

00:10:40: dann kommen wir jetzt auch etwas dazu wie wir das Gedanken gefeiert hat von den Leuten, die sich möglichst nahe am Kielerum oder z.B.

00:10:51: auch näher an der Mauer, an den Aussenmauerhändler bestatteln wollen, weil man diese im Abtropfbereich des Regenwasseres befindet und über das gewählte Dach fliegt.

00:11:05: Toten Gedenken ist vielleicht im Gegensatz zu heute etwas, was sehr stark gepfleckt wurde.

00:11:12: Du weisst, es gibt so Jahrzeitsstiftungen – von denen haben wir auch schon gesprochen.

00:11:16: Also das Stiftervermögen oder Besitzchen überlassen hat, dass ihrem Gedanken jährlich ein Mess zum Beispiel gelesen wird und dass sich das eben ewig also immer wiederholt, dass da die Verstorbene verlesen werden, dass in deinem Namen ein Mess gelesen werde für deine Seele heil.

00:11:36: Das bedeutet auch, dass eigentlich das tote Gedanken Nicht einmal etwas individuelles, sondern viel breiter.

00:11:45: Dass du in diesem Sinn Priester hast sind teilweise Glemsgemeinschaften, die das Gedanken pflegen.

00:11:54: Je nach Ort du anstattest, könntest z.B.

00:11:58: auch Zünfte oder Bruderschaften sein.

00:12:01: In Aria gab es in dem Sinn keine Zünfe, aber ... Bruderschaften zünft, die für ihre Mitglieder sogar irgendeine Kapelle haben.

00:12:09: Wo das Gedenken dann zelebriert wird, weil du dort Teil dieser Gemeinschaft warst.

00:12:16: Also es ist ja so ein bisschen ... Öffentlich ist etwas zu viel gesagt Aber es ist nicht, dass ein Gedenk nicht auf deine Familie beschränkt ist Sondern in der Hand sehr viele andere Leute auch Anteile tragen.

00:12:28: Das bedeutet, dass das Gedanke nicht unbedingt an deinem Grabmahl selbst stattfindet sondern eben auch in der Kille bei so einem Gottesdienst wo dann wieder verlesen und für dich bettet wird.

00:12:43: Dementsprechend ist aber auch den Friedhof recht bescheiden.

00:12:48: Also so Grabschmuck oder so hat man in diesem Sinn nicht gekannt, es gab in dem Sinne eine freie Grabwahl also keine klare Barzellen die du gekauft hast.

00:12:59: für einfache Leute hat man das meistens vielleicht mit einem einfachen Kreuz markiert wenn du aus der Oberschicht warst in der Regel auch für Repräsentationszwecken eine schöne Grabplatte zu machen, die man dann je nachdem auch wenn du im Kieler Raum drin warst, ja wirklich im Boden versenkt hat.

00:13:19: Gerade in älteren Kielen sieht man also Platte und in den Stackkilen Arau gibt es auch noch ein paar, die ausgestellt sind von verschiedenen Familien, die sich dort haben bei Stattela.

00:13:32: In Arau hätte man nicht nur in den Kille begraben werden, sondern es gab einen zweiten Begräbnisplatz.

00:13:41: Und zwar in den Halden beim Kloster und im Ehemaligen.

00:13:46: Also das Golatti für diejenigen, die es kennen?

00:13:49: Genau!

00:13:50: In der Golatte.

00:13:52: Die Begrävnissstätten waren vorgesehen für die tötige Schwesterin, die in diesem Kloster gelebt haben oder auch Wunsch hat man sich da beerdigen lassen können.

00:14:03: Das gab aber immer wieder ein bisschen Konflikt Weil an diese Begräbnisse z.B.

00:14:09: beim Traurgottestdienst oder die Besetzung eine Spendenknüpfung waren, d.h.

00:14:16: ausser die Schwesteren mussten alle Traurgotestdienste in der Pfarrkille stattfinden und nicht in den Kappellen des Klosteres gerade wegen diesen Geld einnehmen.

00:14:32: Und das hat ... Gerade weil an das Tote-Gedenken und die Grablegung Geld flüssknüpft sind für Stiftungen, gab es auch immer wieder Konflikte zwischen dem Chloster und dem Lütbriester von Kille.

00:14:49: Und dort hat dann mal ein Fünfzehn-Einen-Fünfziger den Stadtrat entschieden fürs Chluster, dass sie eben ein Eigenungsbegrebnissrecht haben.

00:14:57: Die finanzielle Aspekte spielen da schon auch drin.

00:15:03: Was ist vielleicht noch dazu zu sagen?

00:15:05: gibt, oder noch interessant ist auch die Arbeit, die vielleicht heute einen Bestatterin machen würde.

00:15:13: Also die Totendienst des Vorbereiten für die Grablegung.

00:15:18: Das wurde in Aarau von Beginn einem Leihorten übernommen und diese Frauen waren dort offenbar sehr zentral für die Vorbereitung.

00:15:30: Sie sind ein Jahrzeitbücher, der oft erwähnt als wichtige Dienstleisterin für die Totenpflege.

00:15:40: Etwas, das man vielleicht auch noch erwähnen kann, was mich als Kind bei so mittelalterlichen Kielen v.a.

00:15:47: aus katholischem Gebiet immer sehr fasziniert hat sind Beinhäuser.

00:15:52: Also kleine Rüme oder kleine Kapelle, die einfach umzählig noch aufgestapelt sind.

00:16:01: Die Idee war vor allem, dass der Leib oder das, was noch oben ist von den Verstorbenen aufbewahrt wird.

00:16:09: für die Auferstehung des jüngsten Gerichts.

00:16:12: Und weil nach einer gewissen Zeit diese Friedhöfe voll waren, musste man dann wieder überrascht ausheben und in Beinhäuser weiterauf bewahren.

00:16:26: In Aarau gab es auch ein Beinhaus.

00:16:28: etwas, was im Spottmittelalter angefangen hat.

00:16:35: Und mir ist das bei dieser Praxis manchmal auch ein bisschen beschissen worden, dass man irgendwelche Knochen genommen und behauptet hat... Ja, das sind jetzt die Knocher von dem und dem.

00:16:46: Ist das so?

00:16:47: Jetzt glaube ich ein paar Wispeln, wo man sich nicht ganz sicher ist, ob es wirklich der ist, wo dort

00:16:52: liegt oder die.

00:16:54: Gut möglich.

00:16:55: Wenn man das Beinhaus sieht, hat die Lithia teilweise nicht alles schön separiert, sondern einfach auch rechte Hüfe von Knochen und Schädel, die dort beinahe liegen.

00:17:06: Die müssen eben aufbewahrt werden.

00:17:09: Die grosse Bewegung kommt jetzt ein wenig in die Begräbnispraxis und auch im Bezug auf Grabstät in der Zeit der Reformation.

00:17:19: Also im sechzehnten Jahrhundert Und zwar aus verschiedenen Gründen, die ihr zusammenkommt.

00:17:25: Mit dem, dass sich die Reformierten von der verheiligen Verehrung abkehren, das Faggeführ nicht anerkennen kann und auch diese Frage, ob man in den Himmel kommt oder nicht?

00:17:38: Dass das Seelen heilt, dass man hier noch betten muss für die Leute, dass es obsolet ist, weil ich dein Bekenntnis zum Glauben freimache.

00:17:49: muss man eigentlich auch nicht wirklich in der Nähe von den Kielen, von Reliquien begraben sein.

00:17:55: Sondern man verleiht in der reformierten Gebiete oft die Friedhöfe an die Peripherie der Stadt und das hat eine praktische Gründe im Spaltmittelalter.

00:18:07: Da kommen verschiedene Pestzüge immer wieder mit gravierende Folgen, grosse Sterblichkeit.

00:18:16: Hier spielt eine hygienische Überlegung eine Rolle.

00:18:18: Wenn man so viele Leute aufs Mal beerdigt muss und oft in die Massengräber macht man das lieber ausserhalb auch wenn man Angst hat für diesen leichten Dampf oder dass diese Miasmus aus der Erde den Leuten krank machen.

00:18:32: Dass man das nicht im Kern bei den Kilen möchte haben sondern ausserhalb.

00:18:38: Das war ein Thema, das wir auch bei den Burbaki Soldaten kurz besprochen haben.

00:18:42: Bei den Pocken, die man auch Mühe hatte, diese Pockentoten zu begraben oder dass die Leute zum Beispiel nicht mit dem Begräbnis dabei waren, was auch gefährlich war?

00:18:53: Genau und... Dann kommt noch etwas anderes dazu.

00:18:57: Wir sind ja in der Reformation einem in der Zeit von den Renaissance, wir entdecken auch antike Schriftsteller wieder und also ihre Kultur und Wissen.

00:19:07: Und man orientiert sich ein bisschen wie die Däten, wenn diese ja auch schon in den Antikern, wie man wüsste, die Trennung des Sackerallraums und Begräbnisplatzes haben.

00:19:17: So kommt es nachher ein wenig an, dass die Begrävungsplätze von dem Killeplatz, wo er bisher war, vor die Stadt herausverleitet hat.

00:19:29: Und zwar ungefähr dort, wo jetzt der Casino Park sich befindet.

00:19:34: Also das Hütteger sieht immer noch gar nicht mal so weit weg?

00:19:38: Genau, also gerade beim Schlossplatz Casino park laurenzenvorstand hat sich den Friedhof dann befunden.

00:19:48: Fünfzehn-Einenvierzig war es ein Jahr von einer Pestepidemie, also möglicherweise ist das wirklich gerade im Zusammenhang mit dem aus praktischer Gründe erfolgt.

00:19:59: Und das war dann für die, die vielleicht auch nicht so gut kennen, außerhalb der damaligen Stadt Mauri gewesen sind?

00:20:06: Genau und man muss noch etwas sagen dieser reformierte Friedhof oder diese reformierte Grablege, die verzichtet auf wie du dir vorstellen kannst irgendwelchen Friedhofsschmuck Es gibt zwar immer noch das Wichtige Personen, also im Stand hochgestellt nach wie vor in der Kille bestattet werden.

00:20:29: Aber grundsätzlich findet es jetzt auf Friedhof statt ohne grossen Grabschmück.

00:20:38: Was ist denn aus dem Killeplatz?

00:20:39: Ist das dann schon ein Platz gewesen?

00:20:41: Der wird dann nachher zu einem Platz.

00:20:44: Ich weiss nicht, wann der zufläschter geworden ist oder wie lange er noch erhalten war.

00:20:50: Es müsste mal schauen... Auf dem Stadtplan vom Fisch aus dem siebzehnte Jahrhundert oder vom Schirma des Sebzehn-Achde-Nünzten sieht man den Neufriedhof sehr gut.

00:21:03: und was man dort feststellt, dass es zum Beispiel keine Grabenteilungen gibt und hat spezielle Grabschmuck, sondern dass das einfach so ein umfriedeter Platz war mit der Murremdumme, wo die Lübben stattet wurden.

00:21:18: Du siehst schon?

00:21:19: Es gab schon recht einen Wandel jetzt.

00:21:21: Das sind ja immerhin tausende Jahre, in denen wir jetzt schnell abgeschritten haben.

00:21:27: So den Schritt zu dem, was wir eigentlich heute kennen.

00:21:31: Man hat ein Grab ... Die Erdbestattung, das Grab wird auch von der Familie gepflegt.

00:21:37: Von den nächsten Angehörigen.

00:21:39: Kannst du dir vorstellen, wenn es aufkommt?

00:21:44: Ja ich hatte jetzt schon inner so erst aufs achtzehnte Jahrhunderteippen also mit dem Anfang-Aufklärung aber es ist nur megamutmaßig.

00:22:01: Ja du bist recht gut!

00:22:03: Genau, also um den Jahr eighteenhundert fährt sich das an Wandel ein bisschen aus verschiedenen Gründen.

00:22:10: Einer ist ja... Dort haben wir schon darüber gesprochen, dass sich so mit der entstehenden bürgerlichen Gesellschaft auch die Kleinfamilie als Form, was Familienformen kristallisiert zunehmend, das ist eine.

00:22:25: Das andere hat dann mit dem Bevölkerungswachstum mit dem Städtenwachstum und der ausbildenden staatlichen Strukturen, die im Jahr Jahrhundert einsetzt.

00:22:38: Gerade das Siedlungswachstums hat dann irgendwann auch neue Orte gebraucht.

00:22:42: Es gibt immer mehr hygienische Vorschriften, wo z.B.

00:22:47: an den Staaten Bevölkerungskontrollen ein Friedhofswesen zunehmend Asicht zieht von Kille weg, zum Beispiel in Aargau, ob die Aufsicht über Friedhof im Kanton bleibt.

00:23:02: Und dann kommt dazu, dass die konfessionelle Durchmischung gerade jetzt auch im Aargau neutrale Begräbnisstädte gebraucht haben, wo es nicht direkt an den Kielen, wo vielleicht nur von einer Glaubensgemeinschaft gebrauchten wird, bundenisch.

00:23:20: Die Veränderung der Bedarf nach Erstens auch neu im Friedhofsplatz, eben aufgrund der Bevölkerungswachstum.

00:23:29: Neue Bestattungsbedürfnisse führten dazu, dass Arau sich nach einem neuen Bestattungssort umguckt.

00:23:38: Und Arau, wo ja dann Kantonshauptort wird in den ersten Hälften des Jahrhunderts zu Beginn.

00:23:46: Dort ist eine Frage, ob wir Stadterweiterungen betreiben müssen?

00:23:51: Der Osteriertplan von XVII-XVIII in Helvetik, der ja vorgesehen hat, Aarau gegen Westen zu vergrößern.

00:23:59: Dort steht dann den Friedhofsplatz an laurenzen Vorstab beim Casino Parkrecht im Weg.

00:24:07: Darum kaufte AarAU-Achzehundertsechs im zellgeli Land für einen neuen Friedhof und zwar am Standort vom heutigen Rosengarten.

00:24:18: Und es zählt mir, wenn man sich zu dieser Zeit noch so vorstellt, dass das eigentlich recht leer war im Vergleich zu heute.

00:24:25: Genau!

00:24:26: Das ist in diesem Sinn noch weitgehend frei unbebaut gewesen.

00:24:31: Die Achtzezwanzig wird gerade dazu geschüttet und auf dem Friedhofsplatz gibt's dann die Parkanlagen, wo man in diesem Sinne heute noch kennt.

00:24:40: Der Rosengarten ist am Anfang kleiner Also noch nie über die ganze Fläche, weil wir es heute kennen.

00:24:46: Ein Eingang ist von der Hohlgasse also es gibt noch keinen Rosengarten-Weg.

00:24:51: Der wird dann erst durch Platzbedarf weitererweitert.

00:24:56: und jetzt in diesem Rosengarte wie wir schon gehört haben, die pfadet es eigentlich auch an dass man grabstaltig individueller macht Auch die Pflege so ein bisschen durch eben die nächsten Angehörigen.

00:25:13: Es gibt auch einen Gärtner, also auch die staatliche Verwaltung oder Gemeinsverwaltung, das hier eingerieft.

00:25:21: Das gibt komplexere Organisationsformen vor allem, wo sich dann Einwohner und Ortsbürgergemeinde trennen.

00:25:30: Es gibt für den Unterhalt weitere Bedürfnisse, was Infrastruktur angeht.

00:25:36: Zum Beispiel gibt es dann für den Gärtnern ein eigenes Gewächshaus an diesem Platz.

00:25:42: Es gibt um den Wasserleitungen für die Pflege von diesen Gräbern, die man dort hat.

00:25:50: Der gesellschaftliche Wandel im Jahrzehntehrhundert, gerade auch durch Zuwanderung und die zunehmendige konfessionelle Durchmischung in Aarau wird Ende des Jahrzehnzehntes auch die konfessionelle Training auf dem Friedhof

00:26:05: aufgekommen.

00:26:06: Also immer mehr ein Grab steht für alle.

00:26:12: oder beide Konfessionen zumindest.

00:26:16: Und es gibt eine weitere Schwierigkeit, die auch wieder ein bisschen Gesetzgebung oder die staatliche Verwaltung dann im Puls gibt wo auch für eine Vergrößerung wichtig wird.

00:26:28: mit der Eröffnung vom Kantonsspital in den Achtzeichzigerjahren muss man nach kantonalem Gesetz die verstorbenen Inare beisetzen.

00:26:38: das heisst Friedhof Rosengarten wird dann in diesem Sinne auch für das Auffangbecken für alle Verstorbenen im Spital.

00:26:47: Etwas, was der Rosegarten für viele wahrscheinlich bekannt ist, ist das Krematorium und Führbestattung ist etwas, das länger braucht um sich durchzusetzen.

00:27:05: Eigentlich wird die Führbestattung schon mit der französischen Revolution stärker propagiert, auch so ein bisschen als Gegenbewegung zu den Kilen.

00:27:15: Also also als sekuläre Bestattungsvarianten.

00:27:20: Auch von der Aufklärung gereiht – also in Anführungszeichen rationale Bestattungshormen aus Hygienengründen.

00:27:27: Das braucht aber relativ lange bis sich das durchsetzt.

00:27:31: Die erste Für-Bestattungsverein, die es anbietet, ist in Zürich, im Aargau, im Jahr five.

00:27:40: Das waren wirklich so Vereine, die das vorantrieben haben?

00:27:44: Genau.

00:27:44: Das sind dann Führbestattungsvereine, wo neben weiteren Akteuren dabei ist oder neben den Ortsbürger oder der Einwohnergemeinde, die beteiligt sind, gibt es auch noch diese Führbestattungs-Verein, in denen diese Krematorien zum Beispiel betreiben.

00:28:02: Und um Ninzehundertzwölf gibt es dann auch im Aarau ein Krematorium mit Abdankungshallen die man in diesem Sinne noch kennt.

00:28:11: Und das bringt natürlich auch wieder neue Formen, es gibt Möglichkeit für Urnengräber, Gemeinschaftsgräber oder so Nischengräbern, wo das Angebot erweitert wird.

00:28:23: So als Ergänzung zu sehen wie lange das teilweise braucht und wenn wir das mit der Zeit anbieten ... Gerade die Fürbestattung ist eigentlich seit der Verbreitung vom Christentum grundsätzlich schwierig, gerade im katholischen Bereich weil ihr den Körper für die Aufverstehung wichtig ist wie man von diesen Beinhäusern wissen wird wo wir die Knochen aufbewahrt haben.

00:28:46: Und erst in three sixty hat die katholischeillen dann das Verbot der Kremierungen aufgekommen.

00:28:53: Also sehr spott?

00:28:55: Genau also auch wenn das Angebot vielleicht eine nahe Rauke war Ist das schon etwas, was man eine Zeit braucht sich auch durchzusetzen?

00:29:02: Dass man das möchte und ich glaube es gibt heute ja Leute die da sicher noch vorbehalten haben für oder gegen einen oder anderen.

00:29:11: Wir haben jetzt gesehen viele von diesen Sachen sind so langsam gewachsen.

00:29:15: Ich kann sie vielleicht nochmal genauer ausbeindeln.

00:29:18: Das Krematorium wird von dem Fürbestattungsverein betrieben, betreut vom Gaswerk ARAU.

00:29:27: Die Einwohnergemeinde ist die Eigentümerin und Landbesitzerin.

00:29:32: Der Friedhofskärtner ist aber den Ortsbürgergemeind unterstellt und arbeitet auf eigene Rechnung.

00:29:40: Das Krematorium und der Unterhalt von Urnenabgrablegien sind wieder beim Führbestattungsverein und der Totengräber, das ist der Stadtpolizei angeschlossen.

00:29:52: Und in den letzten Jahren gab es dann eine Reorganisation von dem Ganzen.

00:29:59: Auch in den ersten Jahren hat die Einwohnergemeinde, der Betrieb und der Unterhalt der gesamten Anlage übernommen, auch vom Führbestattungsverein.

00:30:09: Und dort sieht man, dass gewisse Sachen dann so entstanden sind bei diesem vielfältigeren Angebot, das sich da plötzlich ergeben hat.

00:30:17: Durch die individuelle Grabgestaltung, die Grabpflege, wo jetzt nötig ist für Bestattungsmöglichkeiten.

00:30:24: Ja wir sind schon langsam im Heute.

00:30:27: Du hast gesagt du bist jemand jemals auf dem Friedhof Rosengarten.

00:30:33: Also was ich hier noch anhängen muss wenn ich in der Kantonsbibliothek als ich arbeitenschrieben bin, war Friedo von Rosengarten mein Pausenort.

00:30:42: Sonst wäre es einfach so ein bisschen durchläufig oder unabhängig der Leute, die da begraben sind, weil das einfach ein ruhiger Ort ist?

00:30:49: Ja und ich glaube hier bist du gar nicht so abseits mit dem Umgang, denn ich sehe immer wieder Leute dort, die sich in diesem Park auch aufhalten.

00:31:03: Heute haben wir ja sehr viel mehr Möglichkeiten auch für Bestattungsformen.

00:31:10: Es gibt Leute, die individuelle Ritual bevorzugen und vielleicht eine Beisetzung gar nicht auf den Friedhof möchten sondern an irgendeinem Ort wo sie einen persönlichen Bezieh dazu haben.

00:31:25: Das heisst so eine Funktion von dem Friedhof als Erinnerungsort.

00:31:29: Es verliert vielleicht seine zentrale Bedeutung, weil es Alternativen gibt.

00:31:34: Dafür erfahrten sie einen neuen Nutzungen

00:31:38: im Friedhof.

00:31:39: Vielleicht als Parkanlage, die ja auch so verkauft wird... Ich habe zum Beispiel das vorher gerade noch nachgeschaut.

00:31:48: SRF hat hier an den Friedhof Rosengarten im Bericht gemacht über den Parkanlagen.

00:31:55: Also als Erholungsort auch.

00:31:58: Für Ruhe, für ... Ja, ein bisschen für sich.

00:32:02: In den vergangenen Jahren sind jetzt Kulturen ausgestellt worden eine Freiluftausstellung des Verbands der Schweizer Bildhauer und Steinmetz.

00:32:12: also es ist in diesem Sinne Ausstellungsgelände was mich eigentlich noch schön dunkt und kleine Konzerte sind dort auch angeschlossen Was vielleicht eine andere Form von Belebung findet.

00:32:29: Und was wir nicht vergessen und in Aarau fast noch ein bisschen berühmt gemacht hat, unter den Rosengarten.

00:32:35: Er war Filmset in der Erfolgs-Serie vom Schweizer Fernseher des Bestattens.

00:32:42: Ich weiss nicht ob du ihn geguckt hast aber... Du kannst dich sicher erinnern dass dort die Rosengarte mir ein paar Mal prominent vorkommt.

00:32:53: Du hast jetzt ein paar Mal noch das Wort Erinnerungsort gebraucht.

00:32:56: Ein wisse Zufall, weil ich gerade für Stadtmuseum recht fest am Recherchieren über das Thema Erinnerungskultur und auch Erinneringsort.

00:33:06: Ich habe dort viele etwas darüber gelesen, dass ein Erinnerungenort eigentlich nicht nur fürs persönliche Gedenken hier ist sondern auch als identitätsstiftenden Ort für die gegenwärtige Gesellschaft funktioniert.

00:33:22: Ich habe mich gefragt, was es für Erinnerungsorte in Aarau gibt.

00:33:27: Dann ist mir Friedhof recht schnell im Sinn gekommen und ich frage mich ob Friedhof immer noch ein Erinnerungshort ist im Sinne des Identitätsstiftenden?

00:33:39: Also dass das nicht nur... Du hast gerade gesagt, es geht jetzt nicht so fest ums persönliche Gedanke oder es ist auch mehr ein Freizeitort.

00:33:47: aber ist dann auch noch ein Ort, wo eine bestimmte Identität von Aar auch versucht zu vermitteln.

00:33:54: Und das ist eine spannende Frage, ich möchte nur noch schnell meine Aussage oder das, was du jetzt genommen gefasst hast korrigieren.

00:33:58: Ich will dir sagen dass das ein Freizeitort ist.

00:34:01: Ich würde einfach sagen es ist eine ergänzende Funktion wo jetzt der Park auch übernimmt nicht nur ausschliesslich als Begräbnisort beispielsweise.

00:34:12: Ja, ich würde vielleicht sagen, das müssten unsere Hörerinnen beantworten.

00:34:18: Wie fest der Rosengarten für sie eine identitätsstiftende Ort ist oder auch für die Gemeinschaft.

00:34:25: Ich würde nicht für die gegenwärtige Gesellschaft aktiv in Nutzung sein.

00:34:32: Ich würde sagen, wichtige Erinnerungsorten oder Handlungen finden in einer anderen Ortstadt.

00:34:39: Flegte Traditionen wie einen Bachfischen und Mähenzug sind andere Örtlichkeiten, die das stattfinden.

00:34:47: Aber schon auch als Quelle – du hast es auch angesprochen!

00:34:51: Der Friedhof Rosengarten ist voll mit Grabmöhler

00:34:56: für ...

00:34:57: Größere Personengruppen oder Verbände koppeln hier eine Ereignisse wie die erste Weltkrieg, oder wie der deutsch-französische Krieg mit den Internierungen von Burbank in Armee.

00:35:10: Auch diverse politische Persönlichkeiten, gesellschaftliche Persönlichkeit aus dem neunzehnten Jahrhundert sind immer noch mit sichtbar dort niedergelegt und haben ihre letzte Ruhe.

00:35:24: Ich würde sagen ... Es dokumentiert vielleicht mehr die Erinnerungen, anhand der Position und der Ausgestaltung.

00:35:35: Aber ich glaube nicht, dass viele Leute aktuell die historischen Identitätsstiftenden Orte noch speziell aufsuchen.

00:35:48: Ich finde gerade so die Soldaten-Denkmäler ein gutes Beispiel.

00:35:52: Zu dieser Zeit ... Das Soldaten-Dankmal, das früher am Graben war, ist jetzt im Russengarten.

00:36:02: wo aber z.B.

00:36:02: als Purbaki-Denkmal im Rosengarten aufgestellt wurde, hat das sicher auch einen Nutzen für die Gegenwart gehabt.

00:36:11: Wir denken den Soldaten auch keine Ahnung zum Beispiel, die internationale Zusammenarbeit aufzuzeigen, um die Wehrhaftigkeit der Schweiz zu thematisieren und so weiter.

00:36:23: Aber es ist schon etwas, was für die gegenwärtige Gesellschaften anraue wahrscheinlich nicht mehr so.

00:36:29: Grosse Rolle spielt, wenn man so eine Soldaten-Denkmal vorbeileift.

00:36:32: Es ist okay ja, das war mal irgendwie wichtig aber es hat nicht mehr die Aussage oder der mahnende Finger, wo wir mit diesen Denkmäler verbinden.

00:36:44: Ja dann wir können es vielleicht auch vergleichen eben wenn wir jetzt historisch zurückgucken in den Mittelalter zum Beispiel Der Begräbnisort mit den Kilen als Sakral-Ort, wo man an einem Seelenheil versucht zu erhalten oder für das Seelen heil bettete und erinnerte.

00:37:05: Für Bitte leistet es für die Verstorbene.

00:37:08: Dort spielt eine solche Kille oder ein Friedhof schon eine zentrale Rolle.

00:37:13: Man hat sehr viele verschiedene Personen, die dort an dem Gedanken mitwirken, weit über ausserhalb des im nächsten Angehörigenkreis.

00:37:24: Und vielleicht spiegelt das auch heute, das ist jetzt so ein bisschen die These aus dem Buch heraus, dass wir vielleicht schon einen sterben oder eine Bestattung und so, dass es vielleicht nicht gleich im Alltag von uns allen präsent ist je nach Lebensumstände oder bei vielen Nähten.

00:37:45: Und deshalb vielleicht auch so einen Friedhof als Erinnerungsort oder so ein sehr verbindendes Element vielleicht auch zunehmend in Hintergrundtritt, gerade weil es eben alternative Bestattungsformen gibt.

00:37:58: Ja also wenn ich das nächste Mal durch den Friedhof laufe... ...oder vielleicht die, die zulassen... Wenn ihr das nächste mal am Friedhof sehen könnt, habe ich euch ja fragen, wieso sieht's dort jetzt gerade so aus wie es aussieht?

00:38:11: Und da gibt es ganz viele verschiedene Antworten, die auch subjektiv können sein.

00:38:16: Ich verbinde zum Beispiel immer noch ein Stück weit der Uhr.

00:38:19: Und so den Umgang mit dem Ungewissen, was nach dem Tod ist, verbinde ich sehr fest mit Friedenhof oder mit der Kerze und Blumen.

00:38:31: Das gibt mir oft auch in Filmen, wenn die Leute vor einem Grab am Brüllen sind als im Film über Spitz dargestellt.

00:38:38: Aber Emotionalität ist etwas sehr festes mit diesem Verbinden.

00:38:44: Was mich noch schön dunkt ist, dass es vielleicht durch ... andere Nutzungen, so ein Friedhof vielleicht auch gerade auch andere Emotionen vielleicht hervorrüfen kann oder vielleicht gekoppelt werden kann.

00:38:59: Durch das es eben nicht nur ausschließlich um Vergänglichkeit geht oder der Tod sondern dass das vielleicht auch eine Orca sein für Erholung oder für Reflexion oder Ruhe was mich eigentlich noch schön dunkle.

00:39:19: Also ich finde es schön, dass Aarau so einen Ort hat.

00:39:22: Zum Gedenken aber auch zum Pausen machen wenn man in der Bibliothek ist und eine Arbeit muss schreiben.

00:39:29: Vielleicht in Zukunft ist ja spannend was passiert?

00:39:32: In Zukunft mit dem Rosengarten.

00:39:34: gerade jetzt nach diesem Hitze-Summer sind grünen Flächen in der Stadt oder um die Stadt sehr wichtig.

00:39:43: Vielleicht spielt der Rosengarten eine Zukunft noch.

00:39:46: Eine wichtige Rolle oder eine neue Rolle auch?

00:39:50: Vielleicht wird er mal unterirdisch, so wie in Paris und die Katakomben.

00:39:55: Unter der Stadt ist es irgendwann

00:39:57: möglich.

00:39:58: Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt.

00:40:02: Simon, danke vielmals für den Durchlauf durch die Geschichte von Aarau mit dem Thema Friedhof.

00:40:09: Ich habe viel gelernt Und wenn ihr noch mehr wollen lernen, dann könnt ihr auch auf unsere Instagram-Site gehen.

00:40:16: Et geschichten als arawpodcast und wenn ihr Fragen habt oder irgendeine anregige Kritik, dann können wir uns auch eine Mail schreiben an www.geschichten.aus.araoetgmail.com.

00:40:31: Und falls ihr mehr über ARAU-Geschichte sonst noch gerne gehört, Manuel hat es am Anfang angetäunt.

00:40:37: Das Projekt Stadtgeschicht ARAU produziert auch einen eigenen Podcast, der viermal im Jahr erscheint.

00:40:44: Laset doch auch dort mal rein!

00:40:47: Genau, dann würde ich sagen wir lassen's bei dem los sein und danke nochmal für deine Geschichte und bis zur nächsten Fallgeschichte aus ARAU.

00:40:54: Ciao Manuel und tschüss zusammen.

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